Bezirk II:

Bergerhausen, Rellinghausen, Rüttenscheid und Stadtwald

Corinna Ernst, Conny Swillus-Knöchel, Heinrich Hellwig

Mein Name ist Corinna Ernst, ich bin 29 Jahre alt und wohne in Rüttenscheid.

Nach dem Abschluss meiner Ausbildung zur Krankenschwester habe ich Bioinformatik studiert und arbeite nun als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Klinikum Essen. Offensichtliche Armut und soziale Spaltung in unserer Stadt, sowie ihre vielschichtigen umweltpolitischen Baustellen, haben mich politisiert und zu persönlichem Engagement bewegt.

In unserer Bezirksvertretung möchte ich eine Stimme für ökologische und nachhaltige Stadtteilpolitik unter sozialen Gesichtspunkten sein. Ich setze mich gegen die Zubetonierung der wenigen verbleibenden, öffentlichen Freiflächen in unserem bereits dicht besiedelten Bezirk und für den konsequenten Erhalt und Ausbau von Grünflächen ein.

Die Bauwut privater Investoren im Essener Süden geht Hand in Hand mit der Vertreibung von Menschen, die sich die Mieten oder den Kauf aufwendig sanierter Wohnungen nicht leisten können oder wollen. Ich bedauere die zunehmende Gentrifizierung in unserem Bezirk in der festen Überzeugung, dass die Attraktivität eines Stadtteils auch durch die Vielfältigkeit seiner Bewohnerinnen und Bewohner, dem Miteinander von Menschen mit unterschiedlichen Lebensumständen und Lebensentwürfen, ausgemacht wird. Eine erfolgreiche Bezirkspolitik muss daher Perspektiven, Wohnraum, Infrastruktur, Kultur-, Sport- und Erholungsmöglichkeiten für alle Bürgerinnen und Bürger schaffen, unabhängig von Alter, Einkommen oder sonstigem sozialen Hintergrund.

Zu den dringlichen Aufgaben unserer Bezirksvertretung gehört für mich ebenfalls die Entwicklung geeigneter Lösungen für die zahlreichen verkehrspolitischen Probleme in unseren Stadtteilen. Kommunalpolitik in Essen muss sich endlich konsequent zu Finanzierung und Ausbau eines zuverlässigen öffentlichen Nahverkehrs und zu der Erschließung attraktiver Rad- und Fußwege bekennen. Das ist für mich die unbedingte Voraussetzung, die Belastungen durch Feinstaub und Verkehrslärm, den Frust über ewige Parkplatzsuche und tägliche Staus spürbar zu reduzieren.

 

Mein Name ist Cornelia Swillus-Knöchel, ich bin 50 Jahre und arbeite als Medizinische Dokumentationsassistentin und Personalrätin in einer Essener Klinik.

Als radelnde Großmutter war und ist es mir ein Bedürfnis, das vorhandene Grün im Stadtteil zu erhalten, zu pflegen und möglichst noch auszubauen, zum Beispiel mit Baumbeeten. Notwendige Parkplätze und geplante Neubauten vor allem in Rüttenscheid, aber auch in allen anderen Stadtteilen des Bezirkes, müssen ohne Eingriff in die wenigen grünen Oasen ermöglicht werden.

Ebenso wichtig sind und bleiben für mich Themen wie

Straßensanierungen, die so stringent wie möglich und gut geplant durchgeführt werden, um jahrelange Behinderungen der Anwohnerinnen und Anwohner zu vermeiden,

eine gute Regelung bei Genehmigungen von Außengastronomie, damit Einwohnerinnen und Einwohner dennoch Freiflächen ohne Konsumzwang vorfinden können,

der weitere barrierefreie Ausbau von Straßen und Haltestellen und

Teilhabemöglichkeiten für alle Menschen in einem lebenswerten Umfeld in unserem Bezirk.

Dafür setzt sich die LINKE in der Bezirksvertretung II ein und dafür werbe ich um Ihre Stimme!

 

Mein Name ist Heinrich Hellwig, ich bin 58 Jahre alt und von Beruf Elektriker.

Außerdem bin ich Betriebsratsvorsitzender in einem Betrieb der metallverarbeitenden Industrie. Seit Jahren bin ich „nebenbei“ für die IG Metall in der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit tätig.

Über viele soziale Themen wird nicht kommunal entschieden, sondern im Bundestag. Das ist so beim gesetzlichen Mindestlohn, der von der Großen Koalition in Berlin gerade als „Schweizer Käse“ mit etlichen Ausnahmen eingeführt werden soll. Das ist auch bei der Rente mit 67 Jahren der Fall, die die Große Koalition ja nur für relativ wenig Menschen ein paar Jahre aussetzen will.

Doch auch in unserer Stadt wird über wichtige soziale Themen entschieden. So boykottiert die Stadtspitze trotz eines von der Ratsfraktion DIE LINKE initiierten Ratsbeschlusses zur Zeit einen für die Essener Arbeits- und Beschäftigungsgesellschaft mit der Gewerkschaft ver.di ausgehandelten Haustarifvertrag.

Ich halte solche Haushaltskürzungen auf dem Rücken der städtischen Beschäftigten für völlig indiskutabel. Die Stadt Essen muss ein vorbildlicher Arbeitgeber sein! Dafür will ich mich in der Kommunalpolitik einsetzen, ebenso wie für lebenswerte Stadtteile.